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Samstag, 28. Dezember 2019

Adamkayalar - Unbekannte Felsschnitzereien im Süden der Türkei

Etwa 7 Kilometer nördlich von Kizkalesi befinden sich in einer grandiosen Schluchtenlandschaft die Felsskulpturen von Adamkayalar.




Schon nach Kizkalesi mit seiner beeindruckenden Meeresfestung und der gegenüberliegenden Landburg verirren sich kaum ausländische Touristen.


   


Noch einsamer wird es jedoch im bergigen Hinterland. Hier sind wir ganz alleine unterwegs. Nach circa 10 Minuten Autofahrt zweigen wir mit unserem Mietwagen auf eine unbefestigte, jedoch durchaus befahrbare Piste ab. Kurze Zeit später endet der Weg, und ein ziemlich mitgenommenes Schild in Türkisch und Englisch macht uns auf die Sehenswürdigkeit aufmerksam.








Nachdem wir das Auto geparkt haben, folgen wir den blauen Pfeil-Markierungen und steigen in die Schlucht Şeytan Creek ("Teufelsfelsen") ab. Schmale Stufen wurden in den Fels geschlagen, manchmal müssen wir auch ein bisschen klettern. 





Die Felswände ragen linkerhand fast senkrecht in die Tiefe. Wirklich gefährlich finden wir den Abstieg jedoch nicht, auch für unseren 9-jährigen Sohn bei trockener Witterung und entsprechendem Schuhwerk mit Pausen leicht zu bewältigen.  

Nach etwa 10 Minuten erreichen wir schließlich eine Felsstufe und folgen dieser nach rechts. 
 




 
 
Bei einer Halbhöhle legen wir eine weitere Rast ein und beobachten den tief unter uns schimmernden Bach, der einem kurvigen Weg bis hin zum Meer folgt. Auch eine Ecke von Kizkalesi ist in der Ferne im Dunst zu erkennen. 







Wir folgen dem Felsvorsprung weiter, bis wir endlich vor den äußerst detailreichen Reliefs stehen. Adamkayalar bedeutet übersetzt "Menschenfelsen" und wurde in römischer Zeit zum Gedenken an die Toten angelegt. Insgesamt 17 Skulpturen -  Krieger mit Speeren bewaffnet, Frauen mit wallenden Röcken und auch zwei Kinder und ein Hund wurden hier in Stein verewigt. Dazwischen wurden Nischen aus dem Fels geschlagen, die wahrscheinlich als Altäre und Grabkammern dienten.

 


 

Am oberen Rand der Felsen befinden sich noch Reste einer römischen Siedlung. Es wird angenommen, dass das ganze Gebiet aufgrund der strategischen Lage für militärische Zwecke genutzt wurde. Archäologische Ausgrabungen gab es bisher jedoch nicht.






Nach ausführlicher Besichtigung wagen wir den schweißtreibenden Aufstieg zurück. Wir sind froh, genug Wasser mitgenommen zu haben, denn die August Sonne kennt kein Erbarmen. Schließlich erreichen wir wieder das Felsplateau und unser Mietauto.






Sonntag, 8. September 2019

Gizli Cennet Wasserfall - Türkei

Im gebirgigen Hinterland zwischen Manavgat und Alanya liegt das versteckte Paradies - das ist die wörtliche Übersetzung von "Gizli Cennet" und wirklich sehr zutreffend.

Dieser Wasserfall ist in keinem Reiseführer zu finden, und auch die Beschilderung vor Ort ist eher dürftig. Trotzdem kann man diesen Geheimtipp bequem mit einem Mietauto (mit Navigationsgerät) als Tagesausflug von Manavgat aus erreichen. Die letzte Etappe führt durch einen dichten Wald, ist nicht mehr befestigt, jedoch gut befahrbar.
Das Gebiet ist unbewohnt, und die Piste endet abrupt bei einem Wasserlauf, der nur mit Allradfahrzeug durchfahren werden kann.   
Wir parken davor und erreichen über eine kleine Brücke trockenen Fusses das gegenüberliegende Ufer. Hier werden wir lautstark von einer Horde Gänse begrüßt. Schließlich verlieren sie das Interesse und verschwinden im Wald.


Linker Hand sehen wir alte Mühlsteine, anscheinend stand hier einst eine Mühle. Heute versteckt sich eine idyllische Gaststätte zwischen den Bäumen. Dahinter befindet sich schon das erste Becken des Wasserfalls.


Der Besitzer des Restaurants erzählt uns, dass wir dem Weg folgen sollen und über einige Treppen noch zwei weitere Stufen des idyllischen Gizli Cennet Wasserfalls sehen können.
In den beiden oberen Becken darf auch gebadet werden, es gibt sogar einen Holzverschlag als Umkleidekabine. Das Wasser ist jedoch sehr kalt, aber im heißen August eine willkommene Abkühlung.


Der Stufenweg ist weder lang noch anstrengend, sodass wir schon bald das Ende des Weges erreichen.
Hier plätschert der Bach sanft über eine kleine Stufe und bildet ein langgezogenes Becken mit glasklarem, türkisen Wasser.




Wir genießen die Stille auf einem Felsblock und sehen den Fischen zu, die sich Essbares von uns erhoffen.



Noch einladender zum Baden ist das zweite Becken, eine Stufe tiefer. Hier befindet sich hinter dem Wasserfall eine Höhle, die komplett durchschwommen werden kann. Die Felswand endet knapp über dem Wasserspiegel, sodass wir sogar unter dem Wasserfall durchschwimmen können.
Für uns ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis, zumal hier auch keine anderen Menschen sind.

     

Tasik Cermin - Hidden Paradise in Ipoh / Malaysia

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